Bärlauch - Sammeltipps, Wirkung und Rezepte

Bärlauch – Sammeltipps, Wirkung und Rezepte

Hier erfährst du alles über Bärlauch, was du wissen musst. Sammeltipps, seine Wirkung und einige Rezepte, die du ganz einfach nachmachen kannst. Nach diesem Artikel kannst du Bärlauch selber in der Natur sammeln und lecker zubereiten.

Wie unterscheide ich Bärlauch von Maiglöckchen?

Der Bärlauch ist im zeitigen Frühjahr ein sehr gefragtes Kraut. So gefragt, wie der Bärlauch auch ist, so groß ist auch die Angst ihn zu verwechseln.

Natürlich wäre es fatal den Bärlauch mit dem giftigen Maiglöckchen oder der Herbstzeitlose zu verwechseln. Wenn du aber ein paar Dinge beachtest und die wenigen Erkennungsmerkmale weißt, ist es ein leichtes ihn zu erkennen.

Erkennungsmerkmale vom Bärlauch

  • Das Bärlauchblatt kommt immer einzeln aus dem Boden heraus, im Gegensatz zum Maiglöckchen. Dort kommen pro Stiel immer zwei Blätter aus dem Boden (siehe Bild).
  • Wenn du die Blätter zwischen den Fingern verreibst, riecht Bärlauch sehr stark nach Knoblauch.
  • Der Bärlauch ist an der Oberseite glänzend und auf der Unterseite matt. Weiters besitz er eine markante Blattnerve, der Länge verlaufend, auf der Rückseite.
  • Der Bärlauch mag es feucht und schattig, du wirst ihn selten auf Wiesen finden.

Bärlauch und seine Wirkung

Aufgrund der schwefelähnlichen Verbindungen, ähnlich wie Knoblauch, wirkt der Bärlauch positiv auf unsere Verdauung. Er regt die Produktion vom Gallensaft an und senkt unseren Cholesterinspiegel.

Die leichte Schärfe im Bärlauch, die Senföle, helfen uns Giftstoffe aus dem Körper zu leiten und unser Immunsystem zu stärken.

Viren und Bakterienkiller – Bärlauch für deine Gesundheit

Aus diesem Grund wurde der Bärlauch immer schon als das Kraut zum Entschlacken und Entgiften verwendet. Die Menschen haben damals eine richtige Bärlauchkur gemacht, um fit und gesund aus dem Winter zu kommen. Ebenfalls wird der Bärlauch in der Volksheilkunde als ein bewährtes Mittel bei Bluthochdruck verwendet.

Rezepte mit Bärlauch

Bärlauch in der Küche

Wer mich kennt weiß, dass ein Steckenpferd von mir die Wildkräuterküche ist. Und deshalb steht im März/April Bärlauch fast täglich am Speiseplan. Und das Beste daran ist, dass du vom Bärlauch alles essen kannst. Blätter, Knospen und Blüten.

Bärlauch Rezepte

Verarbeitung von Bärlauch – das musst du beachten

Im getrockneten Zustand verliert Bärlauch viel an seinen Wirkstoffen und ist daher nur frisch zu verwenden oder im frischen Zustand zu verarbeiten.

Eine Möglichkeit Bärlauch frisch zu verarbeiten und dadurch haltbar zu machen ist das bekannt BÄRLAUCHPESTO.

Auch wenn du kein Nudelfan oder grundsätzlich nicht so der Pesto Typ bist, gibt es einige Möglichkeiten Bärlauchpesto zu verwenden.

Ein Beispiel ist Schafskäse, die Kombination Käse und Bärlauch finde ich immer spannend, aber so ein Schafskäse im Speckmantel mit Bärlauchpesto und Wildkräutersalat, ist schon was feines.

Wie wäre es zum Beispiel mit Bärlauchbrot. Ja, du hast richtig gehört Brot. Ich mache ein Dinkel-Weizen Brot mit Sauerteig und gebe einfach 3-4 Stiele Bärlauch kleingeschnitten dazu.


Oder Bärlauchspätzle, warum nicht einmal statt Spinat Bärlauch verwenden. Schmeckt hervorragend und ist nebenbei noch so gesund.

Ich glaube, ich könnte noch so viele Dinge hier aufzählen, was mit Bärlauch alles möglich ist, deshalb habe ich dir hier 3 meiner Lieblingsrezepte aufgelistet.

Bärlauchpesto selber machen

Zutaten

1-2 Hände voll Bärlauch

1 H.v. Sonnenblumenkerne

1 H.v geriebenen Parmesan

Olivenöl bis die Konsistenz passt

Zubereitung:

Die Sonnenblumenkerne, den Bärlauch und ein wenig Olivenöl in eine kleine Küchenmaschine geben und klein hacken. Danach gibst du den geriebenen Parmesan dazu und so viel Olivenöl, bis die Konsistenz passt. Danach das Pesto in kleine Gläser füllen und zum Schluss noch eine Schicht Öl, bevor du es zuschraubst.

bärlauchpesto

Bärlauchbrot

Zutaten

400 g Weizenmehl

400g Dinkelmehl

Brotgewürz, Brotklee, Salz

4-5 Bärlauchblätter (ganz klein geschnitten)

200g Sauerteig

Ca. 500 – 600ml Wasser (je nach Mehl)

Zubereitung:

Du vermengst die Mehle und gibst die Gewürze und das Salz dazu. Danach kommen der kleingeschnittene Bärlauch und der Sauerteig dazu. Alles in eine Teigschüssel geben oder in die Küchenmaschine und unterrühren langsam das Wasser dazugeben. Je nach Mehl kann die Wassermenge variieren, der Teig sollte nicht zu hart sein.

Danach in der Rührschüssel ca. 30-40 Minuten gehen lassen. Danach den Teig in zwei Teile teilen und mit dem Schluß nach unten in 2 Gärkörbe geben. Nun nochmal ca. 30-40 Minuten gehen lassen. Jetzt auf ein bemehltes Backblech stürzen und bei 230 Grad ca. 35- 40 Minuten backen.

Bärlauchsalz

Zutaten:

1 H.v. Bärlauch

250g Natursalz (unjodiert)

Mörser oder Küchenmaschine

Zubereitung:

Den Bärlauch klein schneiden und mit dem Salz zu einer homogenen Masse verarbeiten. Egal ob im Mörser oder in der Küchenmaschine, das Salz hat eine großartige grüne Farbe und einen sehr intensiven Duft.

Das Salz danach ca. 1 Tag an der Luft und im dunklen Trocknen, zum Beispiel auf einem Brett oder auf einem Blech und danach in ein verschließbares Gefäß geben.

Gesundheit, Küche

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